Donnerstag, 27. September 2018

Süßwarenreview #35 und #35b: Koala no machi & Bärenspaß (Lidlmarke)

Guten Tag liebe Leser,

Viele kennen sicher die klassischen Koala Kakao, die es hier zu Lande schon seit Jahren gibt.
Heute daher einmal die Sorte Koala no Machi aus Japan von der Firma Lotte und zum Vergleich die deutsche Sorte Bärenspaß  von der Firma Sondey (Hausmarke von Lidl), die ich diese Woche zufällig entdeckt habe.
Lässt euch außerdem den Artikel #48: Hello Panda - Double Chocolate (Link) durch, hier gehe ich auf die japanische Alternative zu Koala no Machi ein.

Süßware #35: Koala no Machi, Geschmacksrichtung: Schokolade (Marke Lotte)


Ins Auge gefallen ist die Sorte, weil Sie in Japan im 120g "Share Pack" verkauft wurde. Darin enthalten sind 10 kleine Tütchen mit je 6 Koalas, sodass man die Koalas auch mal teilen kann.
Geschmacklich sind Sie jetzt nichts besonderes, normaler Keks mit Schokolade, wie man es auch erwartet und es eben schmeckt.
Allerdings ist der Keks komplett mit fester Schokolade gefüllt und auch der Keks ist relativ dick, sind also nicht so eine Mogelpackung wie die deutsche Version.
Außerdem ist hier das Design einfach deutlich schöner.
Würde Sie daher nicht als extra Import empfehlen, wer jedoch in Japan vor Ort ist, sollte sich mal eine Packung holen. Außerdem gibt es noch viele andere Geschmacksrichtungen, die sich sicher noch viel mehr lohnen, zu probieren. Link zur Seite von Lotte, damit ihr mal die Sorten ansehen könnt (Pudding, Eiscreme, ...).

Geschmack: 4/5
Ungewöhnlich: 3,5/5 (4,5 Punkte mit Qualitätsunterschied + Design, allerdings 1 Punkt Abzug, da es die Sorte auch in Deutschland gibt)
Suchtfaktor: 4,5/5
Preis: ca. 200 Yen im jap. Supermarkt

P.s. Sind im englischen übrigens auch unter dem Namen Koala's March bekannt.

Süßware #35b: Bärenspaß (Marke Sondey)


Geschmacklich ist die Sorte von Lidl gut. Die leicht cremige Schokolade finde ich persönlich sogar besser bei der Sorte, allerdings ist der Keks viel zu dünn und auch die Schokoladenfüllung hätte ruhig den ganzen Koala ausfüllen können.
Das das Design nicht so schön ist, wundert bei der Billigmarke von Lidl sicher keinen.
Die Packung hat eine Füllmenge von 75g + Magnet.

Geschmack: 3,5/5 (1 Punkt Abzug wegen zu wenig Keks)
Ungewöhnlich: 2,5/5
Suchtfaktor: 4,5/5

Und hier nochmal zwei Bilder zum Vergleich:

Donnerstag, 20. September 2018

Japanreise: 5 Dinge, die ich NICHT aus Japan vermisse

Guten Tag liebe Leser,

Hier mal eine handvoll Dinge, die mich an Japan gestört haben.

1. Deckenhöhe
  • Man muss als 1,75cm oder 1,91cm großer Europäer doch öfter acht geben, dass man sich den Kopf nicht stößt. Ich selbst bin es einfach nicht gewöhnt, dass Dinge nicht in meiner Höhe sind und bin zumindest zwei mal gegen die Schaumstoffpolster bei Himeji gelaufen.

2.Wenige Mülleimer und noch weniger Sitzbänke
  • Für Mülleimer muss man in Japan schon gefühlt einen Tagesmarsch machen. Die einzigen Mülleimer, die man findet, sind bei den Konbinis vorne dran, neben einigen Getränkeautomaten (nur für die Dosen & Flaschen allerdings), vereinzelt bei den Bahnhöfen und in der Nähe von Sitzplätzen. Stellt euch also darauf ein, diesen stundenlang mit euch zu tragen.
  • Noch schlimmer sind Sitzplätze. In der Nähe von Bahnhöfen sind erneut einige seltene Exemplar und ansonsten...hm...viel Glück. Wir haben unser Essen dann am Ende doch oft im Stehen, auf irgend einer Treppe oder im Zug gegessen, da man einfach NIRGENDS Sitzbänke in der Stadt findet!

3. Plastikmüll
  • Im Japan bekommt man selbst für ein Reisbällchen eine extra Plastiktüte. Wenn man dann noch etwas Warmes kauft, gibt es sogar zwei Tüten! Mir gefällt es zwar, dass meine kalten und warmen Lebensmittel getrennt sind, aber wir hatten jeden Tag gefühlt 10 neue Plastiktüten, die man dann z.B. als Müllbeutel nutzen kann. Nur bei zwei Geschäften hätte ich Geld für diese Tüten bezahlen müssen.

4. Anzahl an Blindenmarkierungen
  •  Sie sind nur gut gemeint, aber trotzdem haben Sie meine Füße gequält. Gerade wenn man den ganzen Tag unterwegs war und der komplette Bahnhof, selbst jede einzelne Treppenstufe, und auch einige Straßen in den Städten überall nur noch diese Rillen haben, tut bereits das Laufen zum Zug weh.

5. Klopapier

  • Im AirBNB, das kein High-Tech-Klo hatte, gab es nur 1 lagiges Klopapier. Leider sah es auch im Supermarkt nicht besser aus! Sodass wir uns stattdessen mehrlagige Küchenrolle geholt haben. Ach ja, manchmal ist es zu Hause am schönsten... Selbiges Problem soll übrigens für Taschentücher gelten.

Ansonsten war's das zum Glück auch schon. Und es sind alles Dinge, mit denen man sich während der kurzen Zeit gut arrangieren kann.

Was hat euch den an Japan gestört?

Donnerstag, 13. September 2018

Japanreise: 12 Dinge, die ich aus Japan vermisse

Guten Tag Leute,

Hier mal 12 Dinge, die ich vermisse, seit dem ich das Land der aufgehenden Sonne verlassen musste.

1. Tempelanlagen/ Natur
  • Diese waren einfach so schön! Und man kann dort einfach viel besser entspannen und abschalten.
2. Öffentlicher Nahverkehr
  • Die Züge kommen wesentlich öfter pünktlich bzw. kommen.
  • (Zumindest unter Japanern) Es wird sich ordentlich entlang der Linie aufgestellt, wenn man in den Zug möchte. Und die Leute werden vor dem Einsteigen raus gelassen.
  • Die Sitze lassen sich entweder in Fahrrichtung oder zu einer Gruppe umstellen. Dazu kann entweder die Rückenlehne "rüber" gehoben werden oder per Hebel kann die ganze Sitzbank gedreht werden, sodass man im Shinkansen auch als 10er-Gruppe sitzen kann.

3. Konbinis
  • Die kleine Supermärkte findet man fast an jeder Straßenecke.
  • Sie haben 24/7 geöffnet und bieten eine große Auswahl an Snacks.
4. Getränkeautomaten
  • Immer ein Automat in Reichweite, wenn man Durst hat. 
  • Getränke werden sowohl gekühlt, als auch heiß angeboten.
  • Ich habe keine klemmenden Flaschen mitbekommen, so wie es hier in Deutschland oft der Fall ist.

5. Essen
  • Yakiniku! Omg, das Fleisch war so zart! Die dünn geschnitten, marinierte Scheiben von den Läden mit etwas mehr Qualität waren traumhaft!
  • Gesalzene Reisbällchen oder Currypans zum Frühstück (müsste ich mir hier schon selbst machen.)
  • Mochi mit Sahne und Erdbeere
  • Große Auswahl an Nudelsuppen
  • Generell ständig Neues auszuprobieren

6. Plastikmodele vom Essen
  • Von Süßigkeiten gibt es extra Plastikmodele, die einmal den Querschnitt zeigen, sodass man auch die Füllung sieht.
  • Und bei den meisten Restaurants kann man einfach optisch viel schneller sehen, was im Angebot ist und muss dann auch im Urlaub nicht zwingend die Sprache beherrschen.



7. Prepaid-Bezahlkarten
  • Prepaid-Karten für Zugtickets, Getränkeautomaten und einige Kioske: Einfach angenehm, wenn man gerade kein Kleingeld hat, aber dann nicht, wie hier im Land, gleich mit seiner Bankkarte bezahlen muss. Außerdem hab ich gerne meine Bankkarte von solchen kleinen Zahlvorgängen getrennt.

8. Sauberkeit
  • Wir zumindest fanden das Land um einiges sauberer als hier. Der Müll ist trotz der traurigen Anzahl an Mülleimern meist ordentlich weggeworfen worden.
  • Und in Tokyo-Shinjuku gab es sogar "Alltagshelden", die kostümiert den Müll eingesammelt haben! Wow!

9. Abgetrennte Raucherbereiche
  • Die Raucherbereiche finden sich oft Außerhalb des Bahnhofs, teilweise auch mit Glaswand oder Hecke abgetrennt. Dadurch kommt man als Nichtraucher viel weniger mit dem Qualm in Kontakt. Und man muss nicht wie in Wiesbaden durch den "Raucherbereich" laufen, wenn man überhaupt auf das Gleis kommen will!
  • Außerdem ist Rauchen beim Laufen in einigen Gegenden verboten.

10. Freundliche Verkäufer
  • In Deutschland sind Verkäufer zwar auch freundlicher, wenn man sie nicht ankackt, aber in Japan ist es einfach nochmal etwas mehr.
11. Japanische Toiletten (Die elektronische Version :) )
  • Beheizt! Außerdem ist die Sprühfunktion ganz nett, wenn man sich daran gewöhnt hat.
  • Zudem waren die Toiletten in den weniger stark von Touristen besuchten Gegenden zum Großteil sehr sauber.

12. Merchandise

  • Die Auswahl an Animefiguren ist dort etwas ganz anderes. Und dort nun mal auch billiger. Außerdem liebe ich die Darstellung von Fuchsdämonen und noch so einige andere Sachen.

Und was auf jeden Urlaub zutrifft, fremdes erleben. :)

Wenn ihr schon mal in Japan wart, was habt ihr nach eurem Urlaub vermisst?

Donnerstag, 6. September 2018

Japanische Gerichte #1: Curry Pan

Guten Tag liebe Leser,

ich wollte ja schon seit längerem etwas zu dem Essen in Japan schreiben.
Anfangen tue ich mit einem meiner absoluten Lieblingsgerichte für Zwischendurch, dem Curry Pan.
Probiert auf jeden Fall mal eins!



Dieses gibt es eigentlich in jeder Bäckerei und jedem Konbini. Die Form und Panade sind sich sehr ähnlich, meist leicht oval und braun, überzogen mit einer Knusperpanade, wie im Bild zu sehen ist.

Die Füllung kann leicht variieren, besteht aber klassisch, wie der Name schon sagt, aus japanischem Curry. Mögliche Alternativen sind mit Menchi-katsu, oder mit zusätzlich einer Wurst oder Ei. Schaut also besser zwei mal hin, welche Sorte ihr greift. (Scheinen aber zumindest immer fischfrei zu sein, was für mich als Nicht-Fischesser hilfreich ist.)

Wer aus dem Gebiet Rhein-Main kommt, kann diese auch beim Iimori in Frankfurt probieren. Die Bäckereien in Düsseldorf haben diese normalerweise ebenfalls vorrätig.


Curry Pan - Menchi-katsu  (aka Hackbraten):

Menchikatsu würde ich zumindest in der Kombination als Hackbraten bezeichnen. Die leichte Süße  mit Zwiebeln passt klasse zusammen und die Sorte ist ohne Sauerei essbar.
Geholt bei einem der vielen Kioske am Kyoto-er Bahnhof.

Geschmack: 5/5
Ungewöhnlich: 4/5
Suchtfaktor: 4/5

Curry Pan - Pizzasoße und Käse:

Hier kann ich leider kein Feedback geben, da es von meinem Freund gegessen wurde. Trotzdem mal das Foto, damit ihr seht, welche Sorten es gibt.

Curry Pan - Klassisch (Marke: Natural Lawson):

Das Curry innen schmeckt sehr intenstiv. Dafür hat das Brötchen kaum Geschmack und die knusprige Panade ist ein schlechter Witz. Die schlechteste Sorte von Curry Pan, die ich probiert habe in Japan.

Geschmack: 2,5/5
Ungewöhnlich: 3/5
Suchtfaktor: 3/5

Curry Pan - Mit Wurst (Marke: Lawson Bakery):

Das Brötchen ist hier wieder genau richtig. Das Curry ist angenehm mild. Allerdings hätte man sich die Wurst sparen können. Nehmt hier lieber die klassische Sorte.
Geschmack: 4/5
Ungewöhnlich: 4/5
Suchtfaktor: 4/5

Curry Pan - Mit Ei (Marke: Sizuya Bakery)
Leider kann ich euch hier nichts genaues schreiben, weil ich mir hier damals keine Notizen gemacht habe. Meine aber mich aber zu erinnern, dass diese Sorte geschmacklich auch sehr gut gewesen ist!
Das Ei darin ist, konnte man vorher nicht erkennen, müsste aber gut gepasst haben.
Geholt bei der Sizuya Bakery am Kyoto-er Bahnhof.

Habt ihr schon Curry Pans gegessen? Und wenn ja, mit welcher Füllung? Und könnt ihr vielleicht eine Marke besonders empfehlen, wenn man mal in Japan ist?

Sonntag, 2. September 2018

Japanreise: 10 Tipps im Urlaub

Guten Tag liebe Leser,

--Edit 06.01.2018: Punkt 7 um zwei Unterpunkte ergänzt--

Nach den Tipps für die Vorbereitung auf euren Urlaub, folgen nun einige generelle Tipps für den Aufenthalt in Japan. Wer Fragen zu einem bestimmten Thema hat, kann diese gerne stellen.
Lest euch bitte auch den vorigen Artikel durch!

Wenn mir noch mehr einfällt, wird der Artikel selbstverständlich weiter ergänzt.

1. Holt euch eine Suica/Icoca/... oder ähnliches
  • Mit diesen Prepaid-Karten könnt ihr entspannt an vielen Orten bezahlen. Eure Zugtickets, den Bus, viele Getränkeautomaten und auch einige Supermärkte akzeptieren diese. Auf die Art müsst ihr nicht so viel Kleingeld mit euch tragen. Das Restgeld auf der Karte haben wir am Flughafen beim Kiosk für Getränke und Süßwaren ausgegeben.
  • Aufgeladen werden können diese bei den meisten Zugstationen am Automaten.
  • Die Karten gelten über die einzelnen Regionen hinaus, können aber nur in ihrerer jeweiligen Region zurück gegeben werden. In diesem Fall behaltet Ihr sie entweder als Andecken oder könnt Sie einfach in eurem nächsten Urlaub erneut nutzen.
  • Wir haben uns stattdessen den Kansai One Pass geholt, der die selben Funktion wie die Icoca hat, jedoch zusätzlich einige Vergünstigungen oder Souvenirs im Raum Kansai bietet und schöner aussieht. Beim Osaka Aquarium Kaiyukan gab es zum beispiel Tier-Post-Its und einen Flyer mit Rabatten für die Shoppingmall dort. Eine vollständige Liste der vergünstigen findet ihr hier: Link

2. Öffentlicher Nahverkehr
  • Alle Stationen sind bei den Regiolinien durchnummeriert. So könnt ihr wesentlich leichter erkennen, wann ihr bei eurer Station ankommt, anstatt euch alle Stationsnamen zu merken. So lautet die Station Fushimi Inari z.B. auf der Nara-Line JR-D03 und bei der Keihan-Main-Line KH36, wie man auch bei Wikipedia sehen kann. (Link)
  • Achtet bei Regiolinien darauf, ob ihr den "Local" nehmen müsst oder eine der Rapid-Linien nehmen könnt. In Fushimi Inari z.B. hält nur der "Local" der JR Nara Line. Streckenplan der JR Nara Line, wollt ihr jedoch nach Nara, solltet ihr auf jeden Fall versuchen einen der Rapid-Züge zu erwischen. 
  • Achtet auf die Zugbezeichnungen! "Tōkaidō Main Line" ist ein großer Streckenabschnitt, auf dem mehrere verschiedene Züge fahren. "Tokaido Shinkansen" ist der Shinkansen, der auf dieser Strecke fährt. Wir haben damals leider in der Hektik den Fehler gemacht, dass wir in unserer App "Tokaido Main Line" gelesen haben und sind dann in den Tokaido Shinkansen eingestiegen, obwohl wir die JR Kyoto Line hätten nehmen müssen, welche ebenfalls auf besagtem Streckenabschnitt fährt!
  • Es geht noch größer! Wir dachten bei unserer ersten Ankunft, als wir beim Kyotoer Bahnhof den Hinterausgang genommen haben, dass dies der Hauptausgang gewesen wäre, weil selbst dieser größer war als die meisten Bahnhöfe hier. Dort haben wir dann Abends leider keine Informationen zur Icoca und nur schwer einen Geldwechselautomaten gefunden. Wären wir am ersten Tag durch den Hauptausgang raus, wären dort wesentlich mehr Geschäfte, u.a. zum Geldabheben von der Kreditkarte, und Informationen gewesen. ;)
  • Übrigens könnt ihr mit dem JR Pass kostenlos Sitzplätze reservieren! Im Foto sieht man, dass die Dame vom Schalter uns direkt per Plan auch erklärt hat, wann der nächste Narita Express abfährt.

 3. Führt ein Reisetagebuch
  • Nur so merkt ihr euch wirklich, was ihr alles erlebt habt, wo ihr während euerer Reise überall wart und was euch sehr gut gefiel. Ihr werdet es die ersten 2 Wochen nicht merken, aber sobald der Urlaub einen Monat zurück liegt, werdet ihr euch darüber freuen! Ich habe ab dem zweiten Tag (ich musste es mir erst kaufen) jeden Abend einige Minuten daran geschrieben. Zu Hause habe ich dan Fotos, Eintrittskarten und Einkaufszettel reingeklebt.
  • Die Materialien bekommt ihr alle im 100-Yen-Shop oder auch vielen Konbinis.
  • Alternativ könnt ihr dieses natürlich auch per App mit Handyfotos machen (Journey gefiel mir hier ganz gut von den Funktionen)

4. Wählt eure Reiseziele azyklisch
  • Besucht bekannte Reiseziele morgens unter der Woche oder geht z.B. beim Fushimi Inari erst Abends hin, wenn bereits alle Stände zu haben. Dieser Schrein ist immer geöffnet, sodass ihr am frühen Abend, wenn es etwas kühler wird, den Berg besteigen könnt und zum Sonnenuntergang  wieder bergab lauft!
  • Oder sucht euch ein paar Tempel etwas abseits der bekannten Wege. Während die Tempelanlagen im Bambuswald in Arashiyama vollkommen überlaufen sind, sind alle anderen Tempel in der Region wesentlich geringer besucht! Um Tempelempfehlungen für Kyoto zu finden könnt ihr diese Webseite benutzen: Link
  • Im Ghibli Museum war es am Wochenende morgens die erste Stunde relativ leer, doch ab 12 Uhr wimmelte es nur so von Familien mit Kindern. Besucht daher am besten als erstes das Kino mit dem Kurzfilm, wenn noch wenig los ist.

5. Essen
  • Probiert Neues aus und erwartet nicht, dass alles wie gewohnt schmeckt. Ich hatte das Gefühl, dass in Japan alles etwas weicher ist als in Deutschland.
  • Informiert euch am besten vorher über ein paar typische japanische Gerichte. So wisst ihr bereits vorher, um was es sich bei der rosaroten verschrumpelten Pflaume handelt. Dass diese sehr salzig bzw. sauer ist. Und das die braune Soße beim Schnitzel eher süß ist. Auf die Art wisst ihr wenigstens grob, was ihr essen werdet.
  • Pakt die Reisbällchen richtig aus. Es gibt zwei Möglichkeiten:
a) Ohne Nori/ meist quadratisch verpackt: In diesem Fall könnt ihr die Reisbällchen öffnen wie ihr wollt.
b)Mit Nori/ dreieckig verpackt: In diesem Fall zieht ihr, wie im Bild gezeigt, erst an einem Stück in der Mitte und öffnet die Verpackung wie ein BabyBell oder Kinder Pinguin. Danach zieht ihr die linke und rechte Seite heraus. Der Grund hierfür ist, dass das Nori zunächst getrennt verpackt ist, sodass dieses knusprig bleibt. Öffnet ihr die Packung falsch, habt ihr anschließend ein Reisbällchen in der Hand und das Nori im Verpackungsmüll. Öffnet ihr diese richtig, liegt das Nori so um den Reis, dass dieser noch nicht mal an euren Händen kleben bleiben kann.

6. Kauft gezielt ein
  • Wenn euch etwas sehr günstig erscheint oder besonders gut gefällt, dann holt es euch auch. Wir haben uns bei vielen Sachen am Anfang gesagt "Da finden wir sicher in Tokio eine noch bessere Auswahl" oder ähnliches. Nur hatte sich dann heraus gestellt, dass es dieses Gachapon dort nirgends gab. Nur "gebraucht" und dabei nicht die Lieblingsfigur. Wir hatten dieses zwar am Ende doch noch an einem einzigen anderen Ort gefunden, aber zuvor für 300 Yen mehr bereits das gebrauchte geholt. Hier hätten wir damals in Osaka lieber direkt zuschlagen sollen, auch wenn es so wirkte, als sei die Auswahl dort klein, zählt das nicht immer!
  • Bedenkt auch, dass ihr zumindest im 100-Yen-Laden nicht viel falsch machen könnt für den Preis! Umgerechnet ca. 75 Cent ist für viele der Sachen enorm günstig und kosten hier bei den Straßenfesten dann direkt 6€ für den selben Artikel!
  • Denkt auch daran, wenn ihr etwas nicht holt und dieses aber anschließend haben wollt, kann es schnell passieren, dass ihr in euren Urlaub 3 Stunden damit verbringt, besagte Sache wieder zu finden, obwohl ihr diese andernorts bereits gesehen hattet. Das heißt nicht, dass ihr alles sofort holen sollt! Gerade im Nakano Broadway, der generell etwas günstiger ist, oder Akihabara lohnt sich oft schon der Vergleich mit dem Nachbarladen!
  • Schreibt euch in den Show-Case-Läden für Animefiguren und Co. sofort die Kastennummer auf, wenn euch etwas gefällt! Ihr könnt sonst in diesen Läden ganz schnell aus den Augen verlieren, was euch eben noch gefallen hat und Stifte+Papier sind eigentlich immer griffbereit für alle Kunden da.
7. Kosten sparen
In folgendem Artikel (Link) führe ich euch mal im Detail alle Kosten unseres 3-wöchigen Urlaubs zu Zweit auf, damit ihr euch hier eine genauere Vorstellung machen könnt.

  • Holt euch Essen in den Konbinis. Reisbällchen und Nudelsuppen kosten wenig und machen trotzdem satt.
  • Viele Restaurants kosten auch nicht mehr als 5€ und machen mehr als satt. Direkt neben unserer Unterkunft war ein Gyudonladen von Sukiya (Website)... ich hab die mittlere Portion Gyudon mit drei Käsesorten nicht mal geschafft aufzuessen und es hat gerade mal 500 Yen gekostet.
  • Wasser gibt es kostenlos, oft auch Tee. Ansonsten bieten viele All-You-Can-Eat-Läden eine Trinkflatrate an. Darauf hin haben wir dann in 90 min auch mal 4/5 Gläser trinken können für nicht mal 5€.
  • Holt euch den JR Pass, wenn ihr größere Strecken fahrt. Zudem seit ihr so flexibel und könnt auch einfach einen Zug später nehmen.
  • Achtet beim Preisevergleich immer darauf, ob der Preis MIT oder OHNE Steuer ist, dies kann hier variieren! Die Steuer beträgt in Japan 8% und wir oft auch im englischen erwähnt. (including/excluding tax) Dies macht zwar bei kleinen Summen keinen Unterschied, aber bei über 10 Euro werdet ihr es doch merken
    • 税込 Zei komi – Preise mit Mehrwertsteuer
    • 税抜 Zei nuki – Preise ohne Mehrwertsteuer
  • Informiert euch über das Thema Tax-Free! Einige Shops kamen sogar von sich auf auf uns zu, ob wir die Artikel fax-free kaufen möchten. Mehr zu dem Thema gibt es u.a. bei Wanderweib: Link
  • Holt eure Mitbringsel so gut es geht im 100-Yen-Shop.
    • Hier kommt z.B. fast immer noch der Steuersatz hinzu!

8. Lernt zumindest ein paar Brocken japanisch.

  • Fast alles geht auch mit zeigen (Zahlen zum Beispiel) und zumindest in den Touristengegenden können auch viele englisch. Trotzdem kann es helfen, wenn ihr auch das Essen zeigt und fragen könnt "Tori desu?"(=Ist das Vogel?) oder "Sakana desu?"(=Ist das Fisch?). Ein Nicken oder Kopf schütteln reicht dann ja schon als Antwort. Und lernt zumindest euch zu bedanken bzw. zu entschuldigen.

9. Besucht informative Webseiten
  • Japan-Guide.com: Die Seite enthält zu vielen bekannteren Reisezielen eine genaue Wegbeschreibung, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Bewertungen, sowie ein paar grobe Informationen. Wir haben diese Seite beim Urlaub gerne genutzt, um zu wissen "Wie wir zu unserem Ziel kommen" und "Wie lange dies dauert", wenn es nicht innerhalb Kyotos war, z.B. für Mount Yoshino (Link zum Artikel bei Japan-Guide). Außerdem findet ihr so sicher noch ein paar interessante Reiseziele. Ihr könnt nach Region oder Thema suchen.
  • Blog von Wanderweib: Für genauere Beschreibungen, wie man sich in Japan verhält und Dinge Versteht. Wie man sich im Schrein zu Verhalten hat, wie die japanischen Toiletten funktionieren und ähnliches! Sie geht dort mit Bildern sehr genau auf einzelne Themen ein.
10. Und zu guter Letzt. Genießt den Urlaub und stresst euch nicht!

Und hier nochmal kurz die Tipps aus dem Artikel zur Vorbereitung, die ihr auch während des Urlaubs noch beherzigen solltet

  • Apps für kostenloses Wifi und Offlinekarten, um sich besser zu orientieren
  • Kreditkarte, um immer wieder Bargeld abheben zu können
  • Kamera bedienen können und Backups erstellen
Habt ihr noch Tipps oder Fragen für den Urlaub in Japan?

Japanreise: Ausgaben zu Zweit

Guten Tag liebe Leser,

Hier mal unsere Reisekosten für zwei Personen für drei Wochen zur Kirschblütenzeit, damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt, wie hoch bei euch die Kosten ausfallen könnten.

Flug: 2778€ insgesamt = 694,50€ p.P und pro Flug

  • Fluglinie JAL, da wir einen gewissen Qualitätsanspruch an unsere Fluglinie hatten.
  • Sitzkategorie Premium Economy, da mein Freund 1,91m groß ist und wir sicherstellen wollten, dass seine Beine Platz haben
  • Gebucht 1 Woche nach dem der Flug verfügbar war über ein Reisebüro. Für gewöhnlich sinkt der Preis zwischendurch, allerdings wollten wir explizit in der ersten Reihe von Premium Economy auf den Seitenplätzen sitzen!
  • Jeweils Montags geflogen
  • Fazit: Bei Flug haben wir auf Komfort, statt sparen gesetzt. Sobald ihr in der Holzklasse fliegt, eine günstigere Fluglinie nehmt, den Flug etwas später bucht (nicht zu knapp!!!), kann hier nochmal deutlich gespart werden. Angenehm war es für uns, dass es in unserer Flugklasse auf den Seitenplätzen nur zwei Reihen gibt, sodass wir nur am Partner vorbei mussten, wenn wir aufstehen wollten. Auch die zusätzliche Beinfreiheit in der ersten Reihe war sehr angenehm, sodass wir die Mehrausgaben nicht bereut haben. Das Essen bei der JAL war auch entweder lecker oder zumindest noch ganz gut.

Unterkünfte: 2353,87€ insgesamt

  • 1. Unterkunft (2 Nächte): 756€ = 189€ p.P. pro Nacht im Ryokan Yoshi-Ima mitten im Gion-Viertel in Kyoto.
    • Frühstück war inklusive. Für Abendessen war unsere Ankunft zu spät, sodass wir dieses abbestellt hatten.
    • Hierbei ging es uns darum, dass wir erstmal zu Fuß in die Innenstadt können um uns zu Beginn des Urlaubs zu orientieren und direkt den japanischen Flair so richtig zu erleben.
  • 2. Unterkunft (15 Nächte): 703,87€ = 20,05€ p.P pro Nacht + 15,73€ Reinigungsgebühren + 86,67€ AirBNB-Service-Gebühr (inkl. Mwst.) im AirBNB in Kyoto 10 Minuten zu Fuß zum nächsten Bahnhof der 1 Station vom HBF entfernt ist und per JR-Pass nutzbar war.
    • Außerdem enthalten waren ein WiFi-Router und zwei Fahrräder, die wir wegen der verwirrenden Parksituation in Japan nicht genutzt haben. Küche mit Mikrowelle, Kühlschrank und Spülbecken. Das Bad war eher bescheiden, aber zweckmäßig und bei dem Preis ok.
    • Hier ging es uns darum, nochmal etwas Geld zu sparen und eine gute Lage für unsere Tagesausflüge zu haben. Die Lage an einer JR-Station war hier entscheidend.
    • Leider wäre ich auf Grund der aktuellen Gesetzesänderung in Japan aktuell vorsichtig mit AirBNB. Hier mehr dazu: Link zur AirBNB-Hilfeseite
  • 3. Unterkunft (4 Nächte): 894€ = 111,75€ p.P. pro Nacht im 4-Sterne-Hotel Gracery in Shinjuku.
    • Ohne Frühstück. Das Hotel hat eine Top Lage, der Bahnhof, das Robotrestaurant und das Samuraimuseum sind alle nur wenige Laufminuten entfernt.
    • Die Zimmer sind klein aber schön und haben tolle Bäder. Außerdem hat man hier bereits nen schönen Ausblick aus den Zimmern und es ist weiter oben (Zimmer sind erst ab dem 9 Stock) auch ruhiger. Bekannt ist das Hotel für seine Godzillafigur und daher auch leicht zu finden!
    • Hier ging es uns darum, die letzten Tage im Urlaub nochmal etwas preiswerten "Luxus" zu genießen und erneut eine zentrale Lage zu haben, sodass wir die 4 Tage Tokyo voll ausnutzen konnten.

Reisezubehör: 235,61€ insgesamt

  • 3 Koffer: 189,33€ 
    • Ein Koffer, den man als Rucksack tragen kann und zwei Rollkoffer haben wir uns diesmal zugelegt. Nach dem Urlaub merke ich, das vor allem Koffer mit vier Rädern angenehm wären, da sich diese deutlich leichter ziehen lassen, als unsere zwei Räder, die man nur in eine Richtung ziehen kann... Die Rollkoffer waren, damit wir beim Hinflug nur zwei Koffer brauchten, indem wir diese in unseren zwei Hauptkoffern hatten.
    • Ein fester Stoffkoffer und Handgepäckskoffer waren schon im Besitz.
  • 3x Stromadapter, Kofferschlösser und 2x Bauchtaschen: 46,28€
    • Hier haben wir einfach über Amazon bestellt

Souvenirs: 656,17€ insgesamt

  • Ich: ca. 447,32€
  • Mein Freund: 208,85€
    • Enthalten sind hier u.a. ein Yukata mit Zubehör für 70€, drei Furoshiki für 45€, Bentozubehör für 41€, Animefiguren für etwa 125€, Starbuckskanne für 37€, KitKats in vielen Sorten, einige Plüschtiere und Mitbringsel für Familie und Freunde

Gebuchte Eintritte: 282,02€ insgesamt

  • Ghibli Museum: 36€ insgesamt
  • Robot Restaurant inkl. einer Bentobox: 93,02€ insgesamt
    • Plätze werden beim Abholen der richtigen Karten vergeben. Wir hatten das Glück, in der ersten Reihe mittig sitzen zu können.
    • Bestellt über Voyagin mit Rabatt. Link Karten waren für die "Mittagsvorstellung".
    • Das Essen würde ich mir sparen, da es eher stört bei der Show.
  • Kabukitheater: 153€ insgesamt
    • Theater Osaka Shochikuza mit dem Stück zu One Piece. Wir saßen in den oberen Rängen, also Preisklasse 2 quasi.

Versicherungen: 158,7€ insgesamt

  • Reiserücktrittsversicherung: 139€ bei ERV für zwei Personen
    • Hier haben wir nicht die kompletten Reisekosten versichert, da einige Angebote auch ohne bzw. mit geringem Aufpreis kündbar gewesen wären.
  • Auslandsreise-Krankenversicherung: 9,80€ bei Envivas (Partner von der TK) für eine Person und 9,90€ bei DAK Plus Reise für eine Person
    • Hier hatte sich das Angebot des ADAC nicht gelohnt, dass sich jeder über seine eigene Krankenkasse eine Auslandreise-Krankenversicherung zugelegt hatte.

JR-Pass:  874€ insgesamt

  • Für 3 Wochen insgesamt, so konnten wir alle Shinkansen mit dem JR-Pass nehmen. Nur einige Straßenbahnen in Kyoto, nach Mount Yoshino und am letzten Tag zum Flughafen mussten wir einzeln zahlen.

Die restlichen Ausgaben: 1514,83€ insgesamt

  • Hier drin enthalten sind alle restlichen Lebensunterhaltskosten während  des Urlaubs:
    • Essen, Trinken, Tempeleintritte, Einträge ins Goshuin, Zooeintritt, Knabberzeug, Zugtickets, Kansai One Pass für zwei Leute, und ein paar andere Drogerieartikel

Fazit:

Macht zusammen Kosten von 8893,20€ für zwei Personen für drei Wochen, wenn man nicht aufs Geld schaut und sämtliche Kosten mit einbezieht. Solltet Ihr euren Flug also noch günstiger buchen und beim Hotel ein paar Abstriche machen, könnt ihr hier nochmals 1000€-2000€ sparen und trotzdem den Urlaub genießen, wie man auch an den unterschiedlichen Preisen unserer Unterkünfte erahnen kann. Auch die Preise bei den Souvenirs können noch um 200-300€ sinken, wenn ihr hier keine teuren Dinge möchtet. Zudem sind diese Preise in der Hauptsaison von Anfang bis Ende der Kirschblüte.
Die Ausgaben vor Ort selbst waren nur noch ein 1/4 der Kosten. Ihr könnt also bereits vorher gut abschätzen, wie viel Geld ihr zur Seite legen müsst.
Bedenkt nur, dass Ihr Flüge oft direkt vollständig bezahlen müsst.